Vor einigen Monaten stieß ich eher durch Zufall auf die Webseite des europaweit durchgeführten Englischwettbewerbs „The BIG Challenge“ und fand die Idee ganz interessant, die SchülerInnen meiner Schule dazu zu animieren, teilzunehmen. Da der Vorsitzende der Englischfachschaft an meiner Schule mir aus unerfindlichen Gründen bereits „Kein Interesse“ entgegen schleuderte, als ich mein Anliegen noch nicht einmal ganz formuliert hatte, beschloss ich, mich mit einigen aufgeschlosseneren Kollegen zusammen zu tun, um endlich den naturwissenschaftlichen Fächern an unserer Schule im Hinblick auf die Teilnahme an Wettbewerben das Monopol streitig zu machen.

So boten zwei weitere Kollegen und ich also unseren Englischschülern aus den Klassen 5 bis 9 an, an „The BIG Challenge“ teilzunehmen. Für einen Teil meiner 8. Klasse war die Teilnahme leider nicht möglich, da am Tag des Wettbewerbs der gemeinsame Ausflug mit ihren Austauschpartnern aus Paris auf dem Programm stand. Dennoch fanden sich insgesamt 52 SchülerInnen, die gerne gegen die 293.080 anderen Kandidaten aus weiteren 2.437 Schulen in Deutschland antreten wollten.

Die Organisation des Wettbewerbs war in sofern trotz des parallel stattfindenden Austauschs, um den ich mich als Hauptverantwortliche natürlich kümmern musste, kein Problem als dass uns ca. 1 Woche vor dem 10. Mai die relevanten Fragebögen mit Multiple-Choice Fragen zugeschickt wurden und es dann nur noch darum ging, die angemeldeten SchülerInnen für die ersten beiden Stunden des Tages zu beurlauben, einen großen Raum zu reservieren und einen Kollegen dazu zu bestimmen, die Aufsicht zu übernehmen. Im Anschluss an die Durchführung oblag es mir lediglich, die ausgefüllten Fragebögen ins schon adressierte Kuvert zu stecken und über das Sekretariat per Post auf die Reise zu schicken. Ausgewertet wurden die Fragebögen von „The BIG Challenge“ selbst. Wir erhielten Anfang Juni dann die Aufforderung, die Ergebnisse herunterzuladen.

Erfreulich war für mich, dass einige SchülerInnen sehr gut abgeschnitten haben, teilweise weitaus besser als der nationale Durchschnitt und auch weitaus besser als ihre Klassenkameraden. Im Bundesland-Ranking fanden wir uns zwar erst weiter hinten wieder, ebenso auf nationaler Ebene, doch trotz allem tauchten die Namen dreier SchülerInnen im deutschlandweiten Ranking immerhin unter den ersten 10-15% ihrer Altersklasse auf.

Sobald wir die Preise von den Organisatoren des Wettbewerbs erhalten, werden wir die TeilnehmerInnen zusammentrommeln und eine kleine Preisverleihung abhalten. Ich rechne zwar nicht damit, dass unter den Preisen das von vielen SchülerInnen erhoffte iPad sein wird, dennoch hoffe ich, dass die Sieger der jeweiligen Klassen sich trotzdem über ihren Erfolg freuen und im nächsten Jahr wieder dabei sein werden.