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Beim ersten Live-Event des OPCO 2012 ging es um eine allgemeine Einführung ins Thema und eine Vorstellung des Horizon Reports allgemein. Geleitet wurde diese erste Veranstaltung von Dr. Joachim Wedekind (eTeaching), Dr. Marc Göcks (MMKH) und Lutz Goertz (MMB-Institut).

Beim Open Course 2012 soll es hauptsächlich darum gehen, die Nutzbarkeit des Internets für den Lernprozess auf Basis der jährlich erscheinenden Trendstudie namens „Horizon Report“  zu analysieren.

Der Horizon Report ist eine international anerkannte Studie, die sich seit 2002 mit den neuen Technologien im Bildungsbereich befasst. Bis 2009 nur auf Englisch erschienen, gibt es seit drei Jahren dank der Übersetzung durch das MMKH auch eine deutsche Version, die kurz nach dem Erscheinen der englischen Ausgabe verfügbar ist.

Der Horizon Report gibt eine unverbindliche Prognose darüber ab, welche sechs Technologien in den nächsten 5 Jahren vermutlich im Bildungsbereich eine Rolle spielen. Da methodisch immer gleich vorgegangen wird, können nicht nur Schlüsseltrends herausgearbeitet werden und die damit verbundenen Herausforderungen analysiert werden, sondern die Horizon Reports aus verschiedenen Jahren sind auch vergleichbar, womit Metaentwicklungen und länger anhaltende Trends nachgezeichnet werden können.

Bei der Erarbeitung des Horizon Reports (nähere Infos) werden verschiedene Stufen durchlaufen. Für die ersten Recherchen werden Experten aus Wirtschaft, Industrie und Bildung herangezogen. Diese e-Learning-Experten werden angeschrieben und gebeten, einen Online-Fragebogen auszufüllen. Inhaltlich geht es darum herauszufinden, welche e-Learning-Funktionalitäten wohl in nächster Zukunft wichtig sein werden.  Nach und nach werden die so gesammelten Informationen dann reduziert, bis schließlich noch 6 Trends übrig bleiben, die näher beleuchtet werden. Jedes Jahr besteht das Gremium zu einem Drittel aus neuen Mitgliedern, sozusagen um „frisches Blut“ dabei zu haben.

Obwohl die Erkenntnisse des Horizon Reports natürlich auf Europa übertragbar sind, so kann man davon ausgehen, dass die dort genannten Trends zeitversetzt bei uns ankommen werden, da sich vornehmlich US-amerikanische Entwicklungen darin abzeichnen.

Auf Interesse stößt der Horizon Report in Deutschland offenbar sehr: 2012 wurden allein in den ersten zwei Wochen nach seiner Veröffentlichung in deutscher Sprache mehr als 8000 Downloads verzeichnet. Somit scheinen nicht wenige Menschen seinen Prognosen aufgeschlossen gegenüber zu stehen.

Allgemein kann ich sagen, dass so große Live-Events mit knapp 200 Teilnehmern an mich als nicht ungeübte Onlinefortbildungs-Teilnehmerin ganz andere Anforderungen stellen. Natürlich ist die Atmosphäre weitaus weniger persönlich, als dies bei maximal 40 Teilnehmern ist, die sich teilweise auch schon kennen. Außerdem habe ich für mich aus dieser Einführungsveranstaltung die Lehre gezogen, dass ich bei den folgenden Live-Events des OPCO 2012 meine Aufmerksamkeit nicht dem Chat und gleichzeitig dem Inhalt des Vortrags schenken kann, sondern mich auf eine aufmerksame Verfolgung des dargebotenen Inhalts beschränken werden muss, um das Gehörte auch im Anschluss reflektieren zu können. Obwohl zwar die Chats nicht unwichtig sind, so sind sie bei so vielen Teilnehmern einfach zu unübersichtlich und ich werde mich aktiv daran in Zukunft weniger beteiligen, sondern mir lediglich die Chatprotokolle zu Gemüte führen oder die Aufzeichnung mit Blick auf den Chat nochmals anschauen, um eventuell interessante Threads mit zu verfolgen.