In meiner siebten Klasse haben wir gerade nach einer kurzen Wiederholung der if-Sätze Typ I auch die Typen II und III eingeführt. Während Typ I noch einfach und verständlich war, tauchten bei den Typen II und III immense Probleme auf, da die SchülerInnen zum einen Schwierigkeiten damit hatten, dass plötzlich Vergangenheitsformen keine Vergangenheitsbedeutung mehr haben und zum anderen die Wahrscheinlichkeit oder Unwahrscheinlichkeit der Erfüllung einer Bedingung nicht richtig einschätzen konnten auch wenn sie die Zeitenfolge der einzelnen Typen verinnerlicht hatten. Dies führte zwangsläufig zur Verwechslung der drei Arten von Konditionalsätzen.

Nachdem wir unzählige Übungen gemacht hatten – sowohl aus dem Buch, als auch aus dem Workbook, als auch freie schriftliche und mündliche Übungen – taten sich nach wie vor immer noch gut drei Viertel der Klasse schwer. Also überlegte ich mir, wie ich meinen SchülerInnen die Einschätzung der Wahrscheinlichkeit, mit der ein Ereignis eintreten kann, veranschaulichen könnte. Da es oftmals so ist, dass SchülerInnen sich besser merken können, was sie in Eigenarbeit und mit viel Mühe selbst erschaffen haben, beschloss ich, Comics aus jeweils zwei Bildern anfertigen zu lassen. Das erste Bild sollte die Ausgangssituation darstellen, an der man die Wahrscheinlichkeit, dass ein bestimmtes Ereignis eintritt, ablesen kann. Die dazugehörigen if- und Hauptsätze sollten unter das jeweilige Bild geschrieben werden, wobei das Verb zur Einprägung der verschiedenen zusammengehörenden Zeitformen, jeweils in verschiedenen Farben geschrieben werdne sollte: rot für Typ I, blau für Typ II und grün für Typ III.

Ich habe mich in diesem Fall bewusst gegen die Anfertigung von interaktiven Postern am Computer entschieden, da bei der Arbeit mit dem Computer die Beherrschung des Mediums in Klasse 7 eindeutig im Vordergrund steht und der Inhalt in diesem Fall vermutlich in den Hintergrund gerückt wäre. Daher habe ich im Anschluss an die Fertigstellung des Projekts die Ergebnisse eingescannt und sie dann auf dem Klassenblog veröffentlicht.

Hier sind einige Ergebnisse:

 

Natürlich ist diese Idee auch auf Konditionalsätze im Französischen anwendbar.