Vor einiger Zeit habe ich einen Artikel veröffentlicht, in dem es um die Verwendung von Nota im Fremdsprachenunterricht ging. Nachdem ich nun mit zwei verschiedenen Klassen einen Versuch gestartet habe, kann ich sagen, dass der Umgang mit Nota nach einigen zögerlichen Gehversuchen weder für die SchülerInnen der Klasse 7 noch für die der Klasse 8 ein Problem darstellte.

Allerdings dürfte dies wohl realistisch gesehen nicht auf alle SchülerInnen zutreffen. Da wir im Unterricht einige Probleme hatten, Nota zu verwenden, wurde die endgültige Fertigstellung des jeweiligen Projekts von den SchülerInnen zu Hause erledigt. D.h. wie es meist bei Gruppenarbeiten der Fall ist, haben einige mehr, einige weniger oder gar nichts zum endgültigen Produkt beigetragen. Soweit ich im Unterricht feststellen konnte, haben 98% der Gruppenmitglieder bei der Recherche geholfen. Da im verwendeten Computerraum jedoch wochenlang und trotz mehrfacher Bitte meinerseits die Browser und Flashplayer nicht aktualisiert wurden und die Aktualisierung nur von einem Administrator vorgenommen werden konnte (leider wurde ich erst im Nachhinein darüber informiert, dass in einem mehr oder minder versteckten, aber für alle zugänglichen Tauschverzeichnis die jeweils aktuellste Firefox-Version inklusive aktuellen Flashplayern zur Verwendung bereit steht), konnten von ca. 15 Computern lediglich 6 dazu verwendet werden, um im Unterricht mit Nota zu arbeiten.

Anmerkung: Da ich keinerlei Kontrolle darüber hatte, wer wie viel am endgültigen Poster mitarbeitet, setzt sich die Note für das Projekt aus der Note für das Endprodukt und einer Mitarbeitsnote zusammen. Diese Mitarbeitsnote ist für alle automatisch eine Zwei, jedoch haben die SchülerInnen die Möglichkeit erhalten, besonders gute bzw. besonders schlechte Mitarbeit zu melden.

Auch wenn die SchülerInnen nach einigen Verständnisproblemen, wozu Nota gut sein soll und wie man Videos und Bilder einfügen kann, diese Funktionen schnell beherrschten, so ging aus den Hilfeseiten – die leider nur sehr dürftig sind – leider nicht hervor, dass man zwar einerseits eine Art mehrseitiges Notizbuch erstellen kann (durch Hinzufügen von neuen Seiten), dass jedoch auch eine Seite beliebig nach Unten „verlängert“ werden kann – eine Möglichkeit, die sich im Endeffekt als vorteilhafter erwies. Dadurch kam es zu einer Unmenge von leeren Seiten in jedem Account, die die Schüler – ebenfalls aufgrund der dürftigen Hilfeseiten – nicht selbst löschen konnten. Daher übernahm ich diese Aufgabe im Nachhinein.

Ein weiteres Problem trat auf, da Nota zwar angibt, dann man die Poster in den eigenen Blog einbinden kann, dies ist jedoch nur mit Einschränkungen – die ich zu spät bemerkte – möglich: Zum einen kann das interaktive Poster selbst nur per iframe eingebettet werden, was z.B. meine WordPress-Blogs nicht unterstützen. Die zweite Möglichkeit ist, einen Screenshot des Posters einzubetten, der einen Link zum bei Nota gehosteten Poster enthält (welches in den Privatsphäreeinstellungen für die Öffentlichkeit freigegeben sein muss). Leider erschienen bei mehreren Versuchen lediglich leere weiße Seiten anstatt des versprochenen Screenshots – ich nehme an, dass dies durch die Verwendung von Textfeldern ausgelöst wurde. Da ich auch nach 10 Tagen keine Antwort von Nota bekam, wie ich dieses Problem lösen könnte, habe ich kurzerhand selbst Screenshots angefertigt, die ich dann manuell mit dem interaktiven Poster bei Nota verlinkte.

Hier ein Beispiel zum Projekt „Sports in the USA“ (Klasse 7) [mehr] und drei Beispiele zum Projekt „New York History“ (Klasse 8) [mehr]

Mein Fazit: Nota ist zwar im Prinzip eine super Sache, jedoch sollte man sich vor der Verwendung darum kümmern, dass die Schulcomputer dafür ausgerüstet sind und man sollte sich als LehrerIn selbst gut genug mit Nota auskennen, um die fehlenden Hilfestellungen auf der Seite selbst ausgleichen zu können.